Archiv der Kategorie: Chronik

Margot Gaugl (in Ruhestand)

Margot Gaugl in WOHLVERDIENTEM UNRUHEZUSTAND

 

„Unsere“ Margot Gaugl war seit fast 30 Jahren wertvolle Stütze unseres Teams. Ab 1.12.19 ist sie nun in Ruhestand. Als Fels in der Brandung einer Anmeldung in einer Allgemeinpraxis hat sie die ankommenden Ratsuchenden herzlich und fürsorglich aufgenommen und bestens nach Dringlichkeit gereiht. Wer je vorne an der „Front“ gesessen ist, weiß auch, wie schwer das Multitasking zwischen Wartezimmer, Telefon, Labor, Physio und Sprechzimmer ist. Zusätzlich war sie beste Erstbetreuerin in psychischen Nöten vieler PatientInnen mit viel Verständnisse für Nöte des Alltags, weil sie die Lebensumstände in unserem Bezirk bestens gekannt hat. Ihre Unterstützungsarbeit in unserer Praxis war stets gewissenhaft und fehlerfrei! Als „Mutter der Lehrpraxis“ nahm sie unzähligen Jungmedizinern die Scheu vor dem überraschenden Alltag in einer Primärversorgungseinheit. Sie wird sicher im Hintergrund für unser neues Team mit Rat und hoffentlich auch Tat zur Verfügung stehen. Hat sie doch viele im Jahresablauf selten vorkommende unvorstellbare Verrücktheiten von Bürokratie, Kommunikationsschwierigkeiten mit Institutionen und Krankenkassen durch ihre wirklich langjährige Erfahrung oftmals meistern gelernt, eine Kenntnis, die man auch bei bester Vorbereitung neuen Mitarbeitern nur schwer vermitteln kann. Somit wurde mir der Rücken für eine eingehende Betreuung meiner PatientInnen freigehalten – unschätzbar in einer Praxis, die sich dem bio-psycho-sozialen Leitmodell verschrieben hat.

Danke für alles, auch im Namen unserer Ratsuchenden

WONCA-Kongress: Zukunft ohne Österreicher?

Der Europäische WONCA-Kongress 2018 in Krakau:

Es war wieder wunderbar. Bei den Kongressen der WONCA, der Weltvereinigung der Hausärzte, erfährt man in Seminaren und Vorträgen jedesmal, dass wir in unserer Praxis eigentlich nur den internationalen Standards und Selbstverständlichkeiten gemäß arbeiten und versuchen unsere Patienten ganzheitlich im bio-psycho-sozialen Kontext zu versorgen. Und das alles ohne klare Netzwerke, Finanzierung und fachlicher Anerkennung, wie es in den anderen Ländern selbstverständlich ist. Ärztekammer, Sozialversicherung und auch Professoren-Kollegen der anderen Fächer im eigenen Land wissen davon anscheinend nichts genaues. Kommt man zurück nach Österreich weht einen sofort wieder der Wind der Depression und Demotivation entgegen, der in dem häufigen Satz immer wieder geäußert wird „Warum tust Du Dir das überhaupt an“. Vielleicht ist diese Scheuklappenmentalität auch selbsterklärend, wenn man die Teilnahmestatistik heuer in Krakau ansieht: Über 200 Spanier, über 200 Kollegen aus Holland, doch sage und schreibe 7 Teilnehmer aus Österreich und davon 4 Wendlers zwischen 8 Monaten und 61 Jahren.

Special Olympics Nachbetrachtung

Wer nicht dabei war, dem kann man es nicht erzählen. Wer dabei war, dem braucht man es nicht erzählen, denn der hat es im Herzen!

Die Special Olympics Wintergames in Graz und Schladming waren ein Fest der positiven Emotionen. Wer glaubt, die Bildmedien hätten nur die besten Szenen zusammengefaßt, war nicht dabei. Die wunderbare Stimmung unter Athleten, Betreuern, Helfern und Fans bestand von früh bis spät. Und täglich konnte man Neues lernen.