Schlagwort-Archive: JAMÖ

Demnächst in Ihrer Praxis: Das Case Café

Die Termine im heurigen Jahr sind: 12.10.2021, 16.11.2021 und 21.12.2021, jeweils um 16Uhr30, hier vor Ort in der Ordination.

JAMÖ CASE CAFÉ 2021


An diesen speziellen Nachmittagen besteht für Studierende der Medizin die tolle Möglichkeit, Allgemeinmedizin in einer Kleingruppe hautnah zu erleben. Wir lernen hier vor Ort in meiner Praxis 1-3 ausgewählte Patient/innen und Ihre gesundheitlichen Herausforderungen kennen, beleuchten dabei die medizinischen Hintergründe, stellen dazu allgemeine Überlegungen an und erarbeiten uns zusammen Handlungsoptionen, um darüber fachzusimpeln zu können und anschließend in gemütlicher Atmosphäre zu plaudern, und das entspannt bei Kaffee und Kuchen. Ich freue mich darauf!

Während des Patient/innenkontakts ist das Tragen einer FFP2-Maske verpflichtend sowie die Berücksichtigung der 2G-Regel aufgrund der gemeinsamen Fall-Diskussion. Wegen begrenzter Teilnahmeplätze ist zudem eine Voranmeldung erforderlich. Mich, Dr. Michael Wendler, diesbezüglich einfach kurz zu kontaktieren.

TIPPS: Mulltupfer entfernen

Jeder kennt das Problem, dass es oft schwierig ist, einen Mulltupfer von einer Wunde zu entfernen, wenn es nachgeblutet hat und die Fibrinkruste durch den ganzen Tupfer reicht. Vielfach wird dann empfohlen, mit NaCl oder Betaisodona den ganzen Tupfer und die Wunde aufzweichen, was meist aufwändig ist und den Verbandswechsel zu einer nassen Sache macht.

Da normale Mulltupfer bis zu 16 Lagen Gewebe haben, haben wir eine Methode eingeführt, die sich die Physik zunutze macht: man braucht sich nur die Zeit zu nehmen, den Tupfer Lage für Lage abzuziehen.

Damit wird die Kruste in 16 Schichten aufgespalten und die letzten 2-3 Lagen lösen sich von selbst ab. Vorteil ist eine meist trockene Wunde, die auch nicht sofort wieder blutet!

WONCA-Kongress: Zukunft ohne Österreicher?

Der Europäische WONCA-Kongress 2018 in Krakau:

Es war wieder wunderbar. Bei den Kongressen der WONCA, der Weltvereinigung der Hausärzte, erfährt man in Seminaren und Vorträgen jedesmal, dass wir in meiner Praxis den internationalen Standards und Selbstverständlichkeiten gemäß arbeiten und, wie empfohlen, versuchen, unsere Patienten ganzheitlich im bio-psycho-sozialen Kontext zu versorgen.

Doch das leider alles ohne klare Netzwerke, Finanzierung und fachlicher Anerkennung, wie es in den anderen Ländern selbstverständlich ist. Ärztekammer, Sozialversicherung und auch einige Professoren-Kolleg/innen der anderen Fächer im eigenen Land wissen davon anscheinend nichts genaues. Und so  weht einem sofort, kommt man von so wo zurück nach Österreich, wieder der Wind der Depression und Demotivation entgegen, der in dem häufigen Satz immer wieder geäußert wird: „Warum tust Du Dir das überhaupt an“…

Vielleicht ist diese Scheuklappenmentalität auch selbsterklärend, bei Betrachtung der Teilnahmestatistik, heuer in Krakau: Über 200 Spanier/innen, über 200 Kolleg/innen aus Holland, doch sage und schreibe nur 7 Teilnehmer/innen aus Österreich… und davon 4 Wendlers zwischen 8 Monaten und 61 Jahren.

JAMÖ Case Café – Bedside Teaching in der Hausarzt-Praxis

Am zweiten Dienstag im Monat gibt es in meiner Ordination um 17 Uhr die Möglichkeit, in einer Kleingruppe Allgemeinmedizin hautnah erfahren zu können. Wir erleben 1-3 Patienten zu einem Thema, erarbeiten uns in der Gruppe ein übergeordnetes Thema und diskutieren und plaudern dann bei Tee, Kaffee und Kuchen.

Manchmal fahren wir auch auf Hausbesuch. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Voranmeldung notwendig. Bei Feiertagen oder Ferien kann sich der Termin um eine Woche verschieben.

Der Junitermin ist jeweils als Bilanz- und Großgruppe gedacht, bei der wir in gemütlicher Atmosphäre und ein wenig Bewegung den einen oder anderen prominenten Gast begrüßen dürfen.

JAM16 – Klein, aber fein!

JAMÖ Turnusarzt-Kongress mit Tiefgang

Schon wie im Vorjahr ein wirklich hochkarätiges Team von Lehrenden und Podiums-Diskutant/innen; außerdem ein angenehmer Rahmen in der Med-Uni Graz mit bester Verpflegung und sehr guter Stimmung.

jam-16-broetchenschmieren
JAMÖ-Vorstand beim Brötchen-Schmieren für Teilnehmer-Frühstück

Übrigens gehört JAM 16 zu den wenigen Kongressen, die ohne Sponsoring durch Pharma-Firmen auskommen.

Begonnen hat es schon mit einer vielbeachteten Keynote von Prof. Musalek über Resilienz in der Allgemeinmedizin, und am Freitag Abend einem gemeinsamen Essen mit Bewohner/innen und Ehrenamtlichen des Vinzidorfes Graz, einer Heimstätte für Obdachlose.

Forschung in der Allgemeinmedizin war ein Schwerpunkt am Samstag und am Nachmittag eine Podiumsdiskussion zur Frage der… JAM16 – Klein, aber fein! weiterlesen