{"id":243,"date":"2014-04-18T12:05:16","date_gmt":"2014-04-18T10:05:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lehrpraxis.or.at\/?p=243"},"modified":"2021-11-01T11:20:08","modified_gmt":"2021-11-01T09:20:08","slug":"ordination-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lehrpraxis.or.at\/?p=243","title":{"rendered":"Wohnhaussanierung \u00f6kologisch"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mit der Sonne in die Zukunft \u2013<\/strong><br \/>\nPers\u00f6nliche Gedanken zur \u00f6kologischen Thermosanierung<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor ca. 20 Jahren haben wir unser Einfamilienhaus begr\u00fcndet durch folgende Faktoren gekauft: Wir wollten nicht zur weiteren Zersiedelung am gr\u00fcnem Stadtrand von Graz beitragen. Deshalb w\u00e4hlten wir ein bereits am Beginn der 60-er Jahre gebautes Siedlungshaus, wo wir annehmen konnten, dass sich die unmittelbare Umgebung nicht mehr wesentlich ver\u00e4ndern w\u00fcrde. Weitere f\u00fcr uns sehr wesentliche Entscheidungskriterien waren: fu\u00dfl\u00e4ufige Erreichbarkeit unseres Arbeitsplatzes (Ordination), sicherer Fu\u00df-Volksschulweg f\u00fcr unsere Kinder und eine Basisinfrastruktur in der N\u00e4he (Lebensmittelgesch\u00e4ft, Apotheke, \u00d6V,..), die uns st\u00e4ndige Autofahrerei erspart sowie uns ein Leben in diesem Umfeld auch noch im h\u00f6heren Alter erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine vor kurzer Zeit vom VC\u00d6 ver\u00f6ffentlichte Studie ergibt, dass der \u00d6kologische Fu\u00dfabdruck eines alten noch so schlecht gebauten Hauses in unmittelbarer Infrastrukturn\u00e4he in Summe deutlich geringer ist, als ein modernes Passivhauses \u201eauf der gr\u00fcnen Wiese\u201c. Die Bausubstanz entsprach der damaligen Erbauungszeit, wo rasch, kosteng\u00fcnstig und ohne R\u00fccksicht auf Heizkosten gebaut wurde. Die 26 cm starken Au\u00dfenw\u00e4nde waren aus Durisolhohlziegel mit Beton gef\u00fcllt und die gro\u00dfen Fenster aus Mahagonienholz mit Verbundglas. Die gro\u00dfen Fensterfl\u00fcgel haben sich im Laufe der Zeit etwas verzogen, sodass auch bei geschlossenen Fenstern insbesondere bei Wind immer f\u00fcr ausreichende Frischluft gesorgt war. Der \u00d6lverbrauch f\u00fcr 140m2 Wohnfl\u00e4che betrug pro Winter mindestens 4500l, der relative \u00d6lpreis zum damaligen Zeitpunkt 1\/3 vom derzeitigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor ca. 12 Jahren setzten wir die ersten f\u00fcr uns leistbaren Energiesparma\u00dfnahmen, indem wir auf der windigen Nordseite die Fenster gegen Thermofenster tauschten, die Dachbodendecke mit 10 cm Steinwolle mit 2cm starken begehbaren Gipskartonplatten belegten (zum damaligen Zeitpunkt das dickste erh\u00e4ltliche Material, sowie Thermostatventile auf allen Raumradiatoren montierten, um die W\u00e4rme der einzelnen R\u00e4ume individuell regeln zu k\u00f6nnen &#8211; eine ebenso damals noch un\u00fcbliche Ma\u00dfnahme. Durch diese einfach zu setzenden relativ kosteng\u00fcnstigen Ma\u00dfnahmen wurde der \u00d6lverbrauch fast um 1000 l je Heizsaison reduziert, was sich bei den dann steigenden \u00d6lpreisen auch in einigen Jahren amortisierte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit sich das Haus im Sommer nicht so unertr\u00e4glich aufheizte, haben wir bald nach dem Einzug Seile auf der Ost-und S\u00fcdfassade des Hauses gespannt auf die wir rasch wachsende Schlingpflanzen -Glyzinie und Kiwi wuchern lie\u00dfen, die uns bereits nach 2-3 Jahren ein angenehmes Sommerraumklima im Haus erm\u00f6glichten. Diese faktisch kostenlose Sommerthermoregulation kann ich nur allen weiterempfehlen, denn sie bringt wesentlich mehr als angenommen &#8211; sie wird nur nirgends beworben, da niemand daran verdient &#8211; verbessert das Mikroklima sp\u00fcrbar, schaut sch\u00f6n aus, macht wenig Arbeit und erfreut die Vogelwelt als sichere Nistm\u00f6glichkeit. Au\u00dferdem ernten wir seit 5 Jahren pro Saison 500-1000 hervorragende, gut lagerungsf\u00e4hige Kiwis mit denen wir unseren Vitamin C Bedarf im Winter schmackhaft decken und haben seither eigentlich keinen Gusto mehr auf importierte Orangen.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der immer noch sehr hohe Energieverbrauch, das zu(g) luftige Wohnklima, die Risse in der Fassade, die neuen technischen M\u00f6glichkeiten sowie mein schlechtes Gewissen in Zeiten der Klimaerw\u00e4rmung motivierten mich, unsere Thermosanierung zu starten. Alle \u00f6kologischen Aspekte sollten zukunftsf\u00e4hig beinhaltet sein, eine Solaranlage und eine Photovoltaik wollte ich auch und als Umweltmedizinerin sah ich es als meine Pflicht an, nur baubiologisch einwandfreie Materialien zu verwenden. Weiters habe ich es mir in den Kopf gesetzt, vom Jugendstil beeinflusst, Natur , Technik und Kunst zu vereinen und ich wollte eine zukunftsweisende Symbiose optisch schaffen f\u00fcr die heutige Zeit\u2026.und dies alles finanzierbar in einem guten Preis-Leistungsverh\u00e4ltnis &#8211; so lauteten meine Anforderungen an mich und unsere Pl\u00e4ne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Um mir einen \u00dcberblick \u00fcber die Schwachstellen des Hauses zu verschaffen, veranlassten wir eine vom Land gef\u00f6rderte Thermographie mit Energieberatung. Wir waren dennoch \u00fcberrascht, dass an einigen Stellen die Schw\u00e4chen des Hauses wesentlich gr\u00f6\u00dfer waren als bef\u00fcrchtet, sogar die Rippenstruktur unserer Heizungsradiatoren zeichneten sich an den Au\u00dfenw\u00e4nden deutlich ab, mit der vor einigen Jahren eingebauten Fu\u00dfbodenheizung im Windfang erw\u00e4rmten wir das gesamte Erdreich der Umgebung- offensichtlich wurde die vereinbarte Seitend\u00e4mmung nicht eingebaut, da ich an diesem Tag in die Arbeit musste und nicht daneben stand\u2026so war mir klar, dass ich beim Umbau immer vor Ort sein musste,was sich dann auch in vielerlei Hinsicht bezahlt machte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Nach einer 2-j\u00e4hrigen Phase des Einlesens und Denkens wurden einige Punkte klar: dass es eine umfassende Sanierung werden w\u00fcrde &#8211; alles Andere macht keinen Sinn \u2013 mit einer m\u00f6glichst gro\u00dfen fassadenintegrierten Solaranlage an der S\u00fcdfront zur Warmwasseraufbereitung und als Heizungsunterst\u00fctzung im Winter, f\u00fcr mich nur Holz-Alufenster in Frage kommen (1x sanieren und dann nie etwas streichen m\u00fcssen) und mir als D\u00e4mmmaterial die noch wenig bekannte Mineralschaumplatte ( reines Calciumsilikat ) am meisten zusagt. Wegen der Problemstellen und den vielen ben\u00f6tigten unterschiedlichen Professionisten wurde mir bald klar, dass zu einer Sanierung ein sehr erfahrender Planer und Bauleiter ben\u00f6tigt wird, da mir von den fachlichen Herausforderungen dies schwieriger als ein Neubau erscheint. F\u00fcr die Planung und Bauaufsicht fand ich im Planungsb\u00fcro Hegedys-Ull den idealen Partner da diese in Graz das Baubiologische Institut vor l\u00e4ngerer Zeit aufgebaut haben. Ein Geb\u00e4udeplan wurde erstellt, der berechnete Energieausweis ergab einen Heizw\u00e4rmebedarf von 218 kWh\/m2. Wir diskutierten und planten gemeinsam intensiv einige Monate lang,das B\u00fcro machte detaillierte Ausschreibungen f\u00fcr Kostenvoranschl\u00e4ge und wir suchten gemeinsam die Firmen aus, die f\u00fcr uns arbeiten sollten (heimische Betriebe, m\u00f6glichst aus der n\u00e4heren Umgebung mit Erfahrung mit \u00f6kologischen Baustoffen mit m\u00f6glichst inl\u00e4ndischer Wertsch\u00f6pfung; bei Firmen mit sehr \u00e4hnlichem Angebot entschieden wir nach Sympathie und Anfahrtsweg). Genaue Bauvertr\u00e4ge, f\u00fcr die ich sehr dankbar bin, wurden von Ing. Hegedys ausgearbeitet und an die ausgew\u00e4hlten Firmen vergeben, in denen bis zum Verbot der Verwendung von PU-Schaum alle notwendigen Details festgehalten wurde. Dadurch gab es keinerlei Nachverrechnungen oder andere unangenehme \u00dcberraschungen und die Umbaukosten waren ident mit den verbesserten Angeboten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Entfernung der Altfenster wurden die neuen passivhaustauglichen dreifachverglasten Holz-Alufenster plan an die Au\u00dfenfront gesetzt, damit die \u00dcberd\u00e4mmung des Fensterstockes optimal gew\u00e4hrleistet ist. Die St\u00f6cke wurden mit langen Schrauben verankert, anstatt \u00fcblichen PU-Schaum wurde mit Schafwolle und Hanf rundherum gestopft und mit Dichtband verschlossen; die Rollok\u00e4sten wurden mit d\u00fcnneren Mineralschaumplatten unterd\u00e4mmt, um potentielle K\u00e4ltebr\u00fccken zu vermeiden. Die 27 m2 gro\u00dfe Solaranlage in der S\u00fcdfassade wurde \u00fcber eine 1o cm starke D\u00e4mmung montiert. Das ganze Haus mit 20 cm dicken Mineralschaumplatten( geklebt und versenkt ged\u00fcbelt) eingeh\u00fcllt. Um durch die dicke D\u00e4mmung Lichtverlust in den R\u00e4umen zu vermeiden, wurden die Fensterleibungen sonnenw\u00e4rts abgeschr\u00e4gt. Der Balkon wurde mit D\u00e4mmung eingeh\u00fcllt und mit aufgelegter Stahl-L\u00e4rchenholzkonstruktion erweitert um neuen Lebensraum im ersten Stock zu schaffen, der von den Kindern begeistert gen\u00fctzt wird.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Nord-Seite des Hauses wurde drainagiert, der Haussockel bis ca.40cm unter Niveau mit 18cm starken wasserbest\u00e4ndigen Polystyrolplatten ged\u00e4mmt (tiefer w\u00e4re der Aufwand in Relation zum Ergebnis zu gro\u00df gewesen ). In diese D\u00e4mmung wurden Metallschiebel\u00e4den, in deren 4cm breiten Hohlraum Quarzsand gef\u00fcllt wurde, f\u00fcr die Kellerfenster eingebaut &#8211; sozusagen als potenzieller \u201eStrahlenschutz light\u201c- alles muss irgendwann zum ersten Mal gemacht bzw. erfunden werden.<br \/>\nDas alte asbesth\u00e4ltige Welleternitdach wurde vorsichtig abgetragen, um jeglichen Plattenbruch, bei dem Fasern frei werden k\u00f6nnten, zu vermeiden und die Platten vorsichtig mit dem Kran heruntergehoben (und nicht wie sonst leider meist \u00fcblich, runtergeworfen) Der Firma wurde eine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Entsorgung vorgeschrieben. Das Dach wurde im Hinblick auf Kosten und guter Unterl\u00fcftungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr eine geplante Photovoltaikanlage wieder mit Welleternit eingedeckt. Auf die bereits ged\u00e4mmte Obergescho\u00dfdecke wurden weitere 2x10cm starke gepresste D\u00e4mmholzplatten kreuzweise verlegt mit seitlicher Stiefeld\u00e4mmung zur K\u00e4ltebr\u00fcckenvermeidung (denn je besser ein Haus ged\u00e4mmt ist, desto schlimmer wirken sich K\u00e4ltebr\u00fccken aus); der Abschluss erfolgte zur Begehbarkeit mit Holzplatten. Da 30% der Energie durch die oberste Gescho\u00dfdecke verloren gehen kann, ist deren D\u00e4mmung besonders wichtig und eigentlich die einfachste Ma\u00dfnahme. Ich hoffe, dass die 34 cm, die nun oben liegen auch f\u00fcr zuk\u00fcnftige Standards ausreichen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und was geschah mit meiner geliebten Hausbegr\u00fcnung in der Zwischenzeit ? Da in einer D\u00e4mmung keine Ger\u00fcste halten, entwarfen wir eine Vorh\u00e4ngekonstruktion vor der fensterarmen Ostfassade aus Stahlstangen, die direkt in den Dachsporen verankert sind und am Boden durch gr\u00f6\u00dfere Granitpflastersteine in ihrer Position gehalten werden. Dadurch konnten wir erreichen, das nach einem Umbausommer bereits im n\u00e4chsten Fr\u00fchling das ganze Haus wieder seinen bew\u00e4hrten Bewuchs hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr den Einbau unserer Solaranlage mit der ganzen Technik rundherum hatten wir in \u201e Pro Sonne\u201c ein junges kreatives handwerklich tolles Team gefunden, das alle Herausforderungen l\u00f6ste, denn fassadenintegrierte Solaranlagen im Einfamilienhausbereich waren bisher f\u00fcr alle Firmen ein Novum. Ein gut ged\u00e4mmter 2000l Pufferspeicher speichert die W\u00e4rme aus den Kollektoren, die an kalten Wintertagen durch die tiefstehende Sonne mit dadurch optimalen Einstrahlungswinkel bis zu 80\u00b0betr\u00e4gt, und damit den Speicher gut aufl\u00e4dt. Weiters wurde der Speicher mit der bestehenden noch gut funktionierenden \u00d6lheizung und einem Frischwassermodul ( anstatt des alten Boilers ) verbunden. Die Steuerungstechnik funktioniert nun den 2.Winter automatisch und problemlos. Bedingt durch die gute D\u00e4mmung des Hauses, kann in den bestehenden alten Radiatoren mit einer niedrigen Vorlauftemperatur gefahren werden, sodass die Energie dem Speicher langsam, \u00e4hnlich wie bei Niedertemperatur-Fl\u00e4chenheizungen entzogen wird und die Heizungsunterst\u00fctzung effizient ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die Thermosanierung und die heizungsintegrierte Solaranlage gemeinsam konnte der \u00d6lverbrauch im Jahr auf 700-750l gesenkt werden, was einer Energiekennzahl HWB von ca. 50kwh\/m2 entspricht und im Niedrigenergiehausbereich f\u00fcr freistehende Einfamilienh\u00e4user liegt. Weiters konnte der gesamte Stromverbrauch unseres 6 Personen Haushaltes von mehr als 9000 kwh\/Jahr auf ca. 5000 gesenkt werden.<br \/>\nIm September 2010 haben wir, alle Installationen daf\u00fcr wurden bei der Sanierung im Jahr davor bereits gelegt, eine 4,8kwp Photovoltaikanlage aufgeteilt auf das Ost- und Westdach bauen lassen (Wechselrichter mit 2 getrennten Eing\u00e4ngen daf\u00fcr Voraussetzung, jedoch bereits standardm\u00e4\u00dfig erh\u00e4ltlich), da wir die Investitionsf\u00f6rderung des Bundes daf\u00fcr\u201cergattern\u201c konnten (2 Minuten nach besagtem Anmeldebeginn war der daf\u00fcr zur Verf\u00fcgung gestellte Topf bereits leer- daraus l\u00e4sst sich auf die Diskrepanz des Willens der Bev\u00f6lkerung in Relation zur Politik schlie\u00dfen).<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gesamtoutput der Anlage ist etwas geringer, als wenn diese auf einem s\u00fcdseitig ausgerichteten Dach w\u00e4re (was bei uns nicht vorhanden ist), jedoch im Hinblick auf Eigennutzung hat dies den Vorteil, dass die erzeugte Stromverteilung \u00fcber den ganzen Tag hinweg kontinuierlicher ist und dadurch der Anteil des Eigenverbrauchs am erzeugten Strom gr\u00f6\u00dfer ist, was die kosteng\u00fcnstigere Variante darstellt. So erzeugen wir nun in Summe gesehen ca.4\/5 des Gesamtbedarfes selbst.<br \/>\nDa ich h\u00e4ufig nach der Amortisationsdauer einer Solaranlage und einer Photovoltaik gefragt werde, habe ich mir beides durchgerechnet : diese betragen, da die Anlagen derzeit noch relativ teuer sind- vorausgesetzt des Erhaltes aller m\u00f6glichen Investitionsf\u00f6rderungen &#8211; in etwa die kalkulierte Lebensdauer dieser Anlagen, die mit 20-25 Jahren angegeben werden. Diese Rechnung wurde mit dem derzeitigen Energiepreisen und niedriger Inflationsrate gerechnet; dies bedeutet, dass sich diese Anlagen schlechtestenfalls selbst abzahlen, jedoch ist ein starker Anstieg der Energiepreise vorhersehbar. Das tolle Gef\u00fchl ohne Energie zu verbrauchen warm zu duschen, mit eigenem Strom zu kochen..ist einfach super und gibt einem \u201eBerge\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Thermosanierungskosten hingegen darf man sich nicht in Zahlen durchrechnen, sondern rechnet durch gewonnener Lebensqualit\u00e4t durch kleine wichtige Zusatzma\u00dfnahmen, die man schon immer haben wollte oder in Zukunft von Vorteil sind (breitere rollstuhltaugliche T\u00fcre auf die Terrasse, nutzbarer Wohnbalkon, interessante sch\u00f6ne Optik des Hauses..) , verbesserte Wohnbehaglichkeit und ein gutes Umwelt-Gewissen.<br \/>\nDurch alle gesetzten Ma\u00dfnahmen konnten wir unseren Gesamtenergieverbrauch nur bez\u00fcglich Faktor Wohnen um mehr als 80% senken \u2013 dies ist der magische Faktor den wir alle in allen Bereichen bis 2020 erreichen sollten, damit die Klimaerw\u00e4rmung ,\u201cdie die EU beschlossen hat\u201c nicht mehr als 2 Grad betragen wird.<br \/>\nWas unsere n\u00e4chsten Schritte in der Zukunft sein werden?: Ein E-Auto sobald finanzierbar-aufgeladen mit eigenem Fotovoltaikstrom, denn nur so macht es Sinn; die eigene Autotankstelle daf\u00fcr ist schon vorbereitet, da dies im Rahmen der Umbauarbeiten faktisch keine Zusatzkosten verursachte. In einigen Jahren,wenn unser \u00d6lkessel nicht mehr effizient arbeitet, m\u00f6chten wir auf eine Holz-St\u00fcckholzheizung mit teilweiser Hackschnitzel- oder Pelletsunterst\u00fctzung f\u00fcr den Notfall oder Urlaub umstellen. Eine reine Pelletsheizung widerstrebt mir, da relativ viel Energie zuerst in die Brennstoffherstellung investiert werden muss und mir dies nicht als langfristig richtiger L\u00f6sungsweg erscheint.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zusammenfassend m\u00f6chte ich sagen, dass sich f\u00fcr uns die Sanierung in vielerlei Hinsicht gelohnt hat. Jedesmal, wenn wir nach Hause kommen, erfreuen wir uns alle am Anblick unseres sonnengelben bunten Hause mit dem \u201eSolarbaum\u201c mit untergehender Sonne am westlichen Teil der S\u00fcdfront, den symbolisch gemalten Blumen als\u201c Ode an Gaudi\u201c in Richtung Garten und dem aufgehenden Mond an der grauen Nordwand. Orange Fenster verleihen dem Haus Fr\u00f6hlichkeit und W\u00e4rme &#8211; es ist nun wirklich unser zu Hause.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: right;\">Dr. Eva-Maria Wendler<br \/>\nDiplom-Umwelt\u00e4rztin<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Artikel erschien im Medi.um, der Zeitschrift der \u00c4RZTINNEN UND \u00c4RZTE F\u00dcR GESUNDE UMWELT:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.aegu.net\">www.aegu.net<\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_869\" aria-describedby=\"caption-attachment-869\" style=\"width: 474px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.lehrpraxis.or.at\/michaelwendler\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Wohnhaus-Biotop.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-869 size-large\" src=\"http:\/\/www.lehrpraxis.or.at\/michaelwendler\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Wohnhaus-Biotop-1024x768.jpg\" alt=\"Wohnhaus - Biotop\" width=\"474\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/www.lehrpraxis.or.at\/michaelwendler\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Wohnhaus-Biotop-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.lehrpraxis.or.at\/michaelwendler\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Wohnhaus-Biotop-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-869\" class=\"wp-caption-text\">Unser Biotop vor dem Haus, W\u00e4rmespender f\u00fcr den Kiwi-Baum und Heimat von Libellen, Molchen, Kr\u00f6ten und Fr\u00f6schen.<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_868\" aria-describedby=\"caption-attachment-868\" style=\"width: 474px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.lehrpraxis.or.at\/michaelwendler\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Wohnhaus-Juni-2014-Vorderansicht-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-868 size-large\" src=\"http:\/\/www.lehrpraxis.or.at\/michaelwendler\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Wohnhaus-Juni-2014-Vorderansicht-1-1024x768.jpg\" alt=\"Wohnhaus Juni 2014 Vorderansicht 1\" width=\"474\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/www.lehrpraxis.or.at\/michaelwendler\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Wohnhaus-Juni-2014-Vorderansicht-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.lehrpraxis.or.at\/michaelwendler\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Wohnhaus-Juni-2014-Vorderansicht-1-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-868\" class=\"wp-caption-text\">Unsere bemalte S\u00fcdfront mit dem &#8222;Solarbaum&#8220;.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Links: <\/strong><a href=\"http:\/\/www.prosonne.at\">www.prosonne.at <\/a>, <a href=\"http:\/\/www.hegedys-ull.at\">www.hegdys-ull.at<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.maler-hack.at\">www.maler-hack.at<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Sonne in die Zukunft \u2013 Pers\u00f6nliche Gedanken zur \u00f6kologischen Thermosanierung Vor ca. 20 Jahren haben wir unser Einfamilienhaus begr\u00fcndet durch folgende Faktoren gekauft: Wir wollten nicht zur weiteren Zersiedelung am gr\u00fcnem Stadtrand von Graz beitragen. 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