Im Pflichtpraktikum Allgemeinmedizin der Med-Uni-Graz im 6. Studienjahr haben die Studierenden 2 Fallberichte zu schreiben und diese im Abschlußseminar zu präsentieren. Es soll über ein akutes Geschehen berichtet werden und über einen konkreten Patienten mit einer chronischen Krankheit oder längerem Betreuungsaufwand (z.B. auch Substanzabhängigkeit, Palliativmedizin etc.). Da der Zugang zu Patient/innen durch unsere holistische bio-psycho-soziale Arbeitsweise ein gänzlich anderer ist als in den anderen klinischen Fächern des KPJ, an dieser Stelle einige Hinweise, wie diese Fallberichte gestaltet werden sollten. Wesentlich ist auch die hermeneutische Betrachtungsweise in den Fallgeschichten, ein Zugang, den die jungen Kolleg/innen fast überhaupt nicht kennen und das am Schluß des Studiums! (Hermeneutik: Betrachtung des Krankheitsgeschehens aus der zugrundeliegenden Geschichte und den Umgebungsfaktoren.)
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Wie integriere ich Studierende in (m)eine Praxis
Eine Kurzanleitung, die auch für angehende Lehrpraxisleiter für die Ärzte am Ende ihrer Spitals-Ausbildung nützlich sein könnte!!
Schritt für Schritt können Studierende neben der laufenden Praxisarbeit zunehmend in die Verantwortung und in die allgemeinmedizinische Alltagrbeit einbezogen werden. Am Ende des Projektes steht die Betreuung von Patient/innen von der Anamnese bis zum Therapievorschlag. Natürlich mit der selbstverständlichen Rückmeldepflicht. Interessiert? Schauen Sie sich das an:
IAMEV – Lehrbrief 1 KPJ Integration Student in 4 Wochen
Lehrpraxis-Qualitätszirkel
Workshop von LehrpraxisleiterInnen
und TurnusärztInnen
über ihre gegenseitigen Erwartungen. Untenstehende Zusammenfassung ist Ergebnis eines Abends, an dem 5 Lehrpraxisleiter und 5 TurnusärztInnen jeweils unter sich ihre Ansprüche an ein gutes Lehr-Lern-Verhältnis erarbeiteten und dann sich gegenseitig präsentierten und darüber diskutierten:
Seit 1992 Lehre in der Praxis
Erfahrungen, Hinweise
und einige nützliche Tipps
Mein Weg zum Lehrpraxisleiter
Seit nunmehr 28 Jahren führe ich eine Kassenpraxis für Allgemeinmedizin am Rand einer Großstadt. Ab dem Jahr 1992 bin ich auch Inhaber einer Lehrpraxis, seither sind 30 TurnusärtInnen und Turnusärzte bei mir in Ausbildung gewesen, jeweils für einen Zeitraum zwischen 3 und 10 Monaten. Motivation, diese Zusatzarbeit auf mich zu nehmen, war meine eigene Lehrpraxiszeit am Land, die, da sie mitten im Turnus möglich war, meine Ausbildungsziele wesentlich veränderte und somit neben den unerwarteten Erfahrungen auch dazu beigetragen hat, im Spital meine Weiterbildung endlich auf die Erfordernisse meines später geplanten Berufes als Hausarzt zu gestalten. Dies wollte ich nachkommenden jüngeren KollegInnen unbedingt ermöglichen.