Wir sind eine postgraduelle Lehrpraxis und bilden Fachärzt:innen in der Allgemein- und Familienmedizin aus. Teil der modernen Ausbildung in der Allgemein- und Familienmedizin ist auch der „POCUS“ – Point of Care Ultrasound – also der schnelle, diagnostische Ultraschall im hausärztlichen Setting. Ziel ist es mit diesem, in der Hausarztpraxis rasch Fragen beantworten zu können, die mit der Anamnese, Klinik und eventuell Labor gemeinsam vielleicht nicht ganz eindeutig sind, durch einen Ultraschall jedoch eindeutig werden können.
Mittlerweile gibt es schon seit ein paar Jahren sogenannte „Handhelds“ – also Ultraschallgeräte, die mit Handy oder Tablet gekoppelt mobil mitgenommen werden können. Manche der auszubildenden Kolleg:innen haben am Ende ihrer Ausbildung bereits eine ausreichende Qualifikation und Kompetenz bzw. Prüfungszertifikate, die es ihnen erlauben, selbstständig Sonographien durchzuführen. Damit diese Kolleg:innen in ihrer Routine bleiben, dürfen sie ihre Kompetenz auch in unserer Ordination nutzen. Somit kann es sein, dass diese Kolleg:innen einen Ultraschall während der Konsultationen verwenden und Sie damit untersuchen. Da kleine Handheld-Geräte jedoch nicht die gleiche Bildqualität und Genauigkeit wie große Standgeräte haben, kann es sein, dass Sie von uns dennoch an ein radiologisches Institut, eine Ambulanz oder an andere fachärztliche Kolleg:innen zur weiteren Abklärung überwiesen werden – wir bitten um Verständnis.
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Lehrordination und Lehrpraxis
Liebe Patient:innen!
Wie bereits mein Vater bin auch ich externe Lehrende der medizinischen Universität Graz, weshalb wir die Ordination für die Lehre das eine oder andere Mal geschlossen haben.
Des weiteren dürfen wir in regelmäßigen Abständen Studierende im 6. und letzten Studienjahr (im „KPJ“) bei uns für 4 Wochen willkommen heißen, um ihnen wichtige Einblicke in die Allgemein-und Familienmedizin VOR ihrer Entscheidung für eine Fachrichtung zu geben.
Zusätzlich wurde die Ordination im Jahr 2025 wieder als Lehrpraxis für die postgraduelle Ausbildung – also für die Fachausbildung nach dem Studium – zugelassen. Nunmehr begleiten uns auch immer wieder junge Ärzt:innen kurz vor ihrem Ausbildungsende zu Fachärzt:innen für Allgemein-und Familienmedizin für mehrere Monate.
Sollten Sie dennoch den Wunsch haben, direkt mit mir oder auch mit mir alleine zu reden, äußern Sie diesen Wunsch bitte bei Anmeldung.
Danke!
Allgemeinmedizin lebt Fachwissen
Lehrinhalte: Zeitlos und immer aktueller
In meiner mittlerweile 30-jährigen Lehrtätigkeit haben sich einige fachspezifische Lehrinhalte herauskristallisiert, bei denen praktisch alle Lehrassistent/innen und Studierenden nach Universität und im Turnus dringenden Nachholbedarf hatten. Diese Liste soll auch Grundlage für ein Lehrpraxisprojekt in Oberösterreich für Kolleginnen und Kollegen mit fertigem ius practicandi darstellen. Natürlich hatten alle Jungkolleg/innen ihre Medizin gut gelernt, doch über die Wichtigkeit der von mir dargestellten Kompetenzen waren sie alle überrascht und erlebten an konkreten Patient/innen darin so manches nachhaltige AHA-Erlebnis.
Liste Lehrinhalte (c) Dr. Michael Wendler
Tipps für die Betreuung von KPJ-Studierende für deren Fallberichte
Im Pflichtpraktikum Allgemeinmedizin der Med-Uni-Graz im 6. Studienjahr haben die Studierenden 2 Fallberichte zu schreiben und diese im Abschlußseminar zu präsentieren. Es soll über ein akutes Geschehen berichtet werden und über einen konkreten Patienten mit einer chronischen Krankheit oder längerem Betreuungsaufwand (z.B. auch Substanzabhängigkeit, Palliativmedizin etc.). Da der Zugang zu Patient/innen durch unsere holistische bio-psycho-soziale Arbeitsweise ein gänzlich anderer ist als in den anderen klinischen Fächern des KPJ, an dieser Stelle einige Hinweise, wie diese Fallberichte gestaltet werden sollten. Wesentlich ist auch die hermeneutische Betrachtungsweise in den Fallgeschichten, ein Zugang, den die jungen Kolleg/innen fast überhaupt nicht kennen und das am Schluß des Studiums! (Hermeneutik: Betrachtung des Krankheitsgeschehens aus der zugrundeliegenden Geschichte und den Umgebungsfaktoren.)