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Tipps für die Betreuung von KPJ-Studierende für deren Fallberichte

Im Pflichtpraktikum Allgemeinmedizin der Med-Uni-Graz im 6. Studienjahr haben die Studierenden 2 Fallberichte zu schreiben und diese im Abschlußseminar zu präsentieren. Es soll über ein akutes Geschehen berichtet werden und über einen Patienten mit einer chronischen Krankheit oder längerem Betreuungsaufwand (zB. Auch Substanzabhängigkeit, Palliativmedizin etc.)  Da der Zugang zum Patienten durch unsere holistische bio-psycho-soziale Arbeitsweise ein gänlich anderer ist als in den anderen klinischen Fächern des KPJ hier einige Hinweise, wie diese Fallberichte gestaltet werden sollten. Wesentlich ist auch die hermeneutische Betrachtungsweise in den Fallgeschichten, ein Zugang, den die jungen Kolleginnen fast überhaupt nicht kennen und das am Schluß des Studiums! (Hermeneutik: Betrachtung des krankheitsgeschehens aus der zugrundeliegenden Geschichte und den Umgebungsfaktoren)

IAMEV – Lehrbrief 2 KPJ Fallberichte

WONCA-Kongress: Zukunft ohne Österreicher?

Der Europäische WONCA-Kongress 2018 in Krakau:

Es war wieder wunderbar. Bei den Kongressen der WONCA, der Weltvereinigung der Hausärzte, erfährt man in Seminaren und Vorträgen jedesmal, dass wir in unserer Praxis eigentlich nur den internationalen Standards und Selbstverständlichkeiten gemäß arbeiten und versuchen unsere Patienten ganzheitlich im bio-psycho-sozialen Kontext zu versorgen. Und das alles ohne klare Netzwerke, Finanzierung und fachlicher Anerkennung, wie es in den anderen Ländern selbstverständlich ist. Ärztekammer, Sozialversicherung und auch Professoren-Kollegen der anderen Fächer im eigenen Land wissen davon anscheinend nichts genaues. Kommt man zurück nach Österreich weht einen sofort wieder der Wind der Depression und Demotivation entgegen, der in dem häufigen Satz immer wieder geäußert wird „Warum tust Du Dir das überhaupt an“. Vielleicht ist diese Scheuklappenmentalität auch selbsterklärend, wenn man die Teilnahmestatistik heuer in Krakau ansieht: Über 200 Spanier, über 200 Kollegen aus Holland, doch sage und schreibe 7 Teilnehmer aus Österreich und davon 4 Wendlers zwischen 8 Monaten und 61 Jahren.

Wie integriere ich einen Studenten, eine Studentin in meine Praxis

Eine Kurzanleitung, die auch für angehende Lehrpraxisleiter für die Ärzte am Ende ihrer Spitals-Ausbildung nützlich sein könnte!!

Schritt für Schritt können Studierende neben der laufenden Praxisarbeit zunehmend in die Verantwortung und in die allgemeinmedizinische Alltagrbeit einbezogen werden. Am Ende des Projektes steht die Betreuung von Patienten von der Anamnese bis zum Therapievorschlag. Natürlich mit der selbstverständlichen Rückmeldepflicht. Schaun Sie sich das an:

IAMEV – Lehrbrief 1 KPJ Integration Student in 4 Wochen

Ganzheitliche Allgemeinmedizin

4 Bücher, für jeden etwas!

In den letzten Jahren sind mir 4 Bücher untergekommen, die nach ersten Anblick nicht gleich den Anschein erwecken, ähnliche Aussagen zu treffen. Aber nun möchte ich sie deswegen vorstellen, da jedes für sich die ganzheitliche Sicht des Faches Allgemeinmedizin, sei es im bio-psycho-sozialen Kontext oder in der Betonung der individuellen Gesprächsmedizin im Sinn einer mitfühlenden Anamnese, hervorragend darstellen aber jedes für sich eine andere Lesergruppe anspricht:

Narrative-based Medicine – Sprechende Medizin, Herausgeber Greenhalgh und Hurwitz, Verlag Hans Huber

Die verlorene Kunst des Heilens, Bernard Lown, Suhrkamp

Heilkunst, Bernard Lown, Schattauer

Wunder wirken Wunder, Eckart v. Hirschhausen, Rowohlt

 

JAM16 – Klein, aber fein!

Turnusarzt-Kongress der JAMÖ mit Tiefgang

Schon wie im Vorjahr ein wirklich hochkarätiges Team von Lehrern und Podiums-Diskutanten. Außerdem ein angenehmer Rahmen in der Med-Uni Graz mit bester Verpflegung und guter Stimmung.

jam-16-broetchenschmieren
JAMÖ-Vorstand beim Brötchen-Schmieren für Teilnehmer-Frühstück

Übrigens gehört JAM 16 zu den wenigen Kongressen, die ohne Sponsoring durch Pharma-Firmen auskommen.

Begonnen hat es schon mit einer vielbeachteten Keynote von Prof. Musalek über Resilienz in der Allgemeinmedizin und am Freitag Abend einem gemeinsamen Essen mit Bewohnern und Ehrenamtlichen des Vinzidorfes Graz, einer Heimstätte für Obdachlose.

Forschung in der Allgemeinmedizin war ein Schwerpunkt am Samstag und am Nachmittag eine Podiumsdiskussion zur Frage der JAM16 – Klein, aber fein! weiterlesen